 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
Eine Stärkung des Forst- und Holzclusters in NRW
|
 |
Kurzporträt
Das Holzkompetenzzentrum Rheinland der Gemeinde Nettersheim wurde 1997 gegründet und versteht sich als erste unabhängige Beratungsstelle und Initiator rund um die Holzverwendung im Rheinland. Zielgruppen sind Unternehmen, Handwerks- und Gewerbebetriebe, Verbände, Vereine, Institutionen sowie Kommunen und andere Gebietskörperschaften aber auch die ratsuchenden Bürgerinnen und Bürger im Rheinland.
Chronologie des Holzkompetenzzentrums Rheinland
Die kleine nur 7600 Einwohner zählende Eifelgemeinde Nettersheim ist seit Jahren bestrebt, im Bereich des Natur- und Umweltschutzes besondere Akzente zu setzen. Sie wurde 1991 und 1993 als "Bundeshauptstadt des Natur- und Umweltschutzes" ausgezeichnet. Seit 1990 ist Waldpädagogik fester Programmschwerpunkt im Naturschutzzentrum der Gemeinde. 1993 trat Nettersheim dem "Klimabündnis der Europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder" bei.
Nach der Klimakonferenz in Rio de Janeiro 1992 entstand in Nettersheim 1995 als Diskussionsergebnis im Agenda 21-Prozeß die Idee der Einrichtung eines regionalen Holzkompetenzzentrums.
Mit der Beteiligung am "LEADER-Symposium" 1997 kamen Vertreter der Regionen Eifel und Nivala (Finnland) überein, ein transnationales Projekt "Holzkompetenzzentrum" einzuleiten, um die Regionalentwicklung der beiden europäischen Regionen zu fördern. Für das Holzkompetenzzentrum gilt gegenwärtig folgende Zielsetzung:
Holzabsatz regional und überregional durch eine ökologisch orientierte Wirtschaftspolitik fördern
Sensibilisierung für die Zusammenhänge Wald - Holz Naturschutz
Beratung von Kunden zur Holzverwendung beim ökologisch orientierten Bauen und zur energetischen Verwertung von Holz
Informations- und Weiterbildungsforum für Betriebe des Holzsektors und für Planungsinstanzen
Unterstützung innovativer Technologien und Dienstleistungen im Bereich der Holznutzung
Umsetzen eines transnationalen Projektes mit Finnland zum Technologie- und know-how-Transfer
Neubau des Holzkompetenzzentrums
Der Neubau des Holzkompetenzzentrum, das mit Mitteln der EU und des Landes NRW finanziert wurde, wurde in direkter Nachbarschaft zum Naturschutzzentrum Eifel in Nettersheim errichtet. Der Entwurf des Architekten Peter Pütz aus Euskirchen ist eine Synthese aus Tradition und Fortschritt mit dem Ziel breiter Akzeptanz des Einsatzes des Baustoffes Holz. Beispielhaft sei hier die Kasettendecke im Mehrzweckraum zu nennen mit einer lichten Spannweite von 18 m. Die Statik wurde von dem Diplom-Ingenieur Johannes Esser berechnet. Die innenarchitektonische Gestaltung für den Mehrzweckraum wurde durch die Architekturbürogemeinschaft Poggel und Pantel aus Köln begleitet. Am 24. Mai 2002 wird das Gebäude eingeweiht.
Umsetzung und Erfolge
Das Holzkompetenzzentrum Rheinland startete 1998 mit seiner Arbeit in den Räumlichkeiten der Gemeinde Nettersheim. Es verfügt über Informationsmaterialien und vermittelt erstmals Interessierte an Ansprechpartner und führt u.a. die ersten "Ökobautage" in der Region durch. Im März 2000 veranstaltete es die 1. NRW-Holz- und Waldtage. Seit Mitte 2001 unterstützt die Landesforstverwaltung über das Forstamt in Bad Münstereifel das Holzkompetenzzentrum. Im September 2001 folgten die 2. NRW-Holz- und Waldtage mit über 6000 Besuchern. Gleichzeitig konnte der Neubau des Holzkompetenzzentrums (Volumen: 0,6 Mio. ) begonnen werden.In der gleichen Zeit entstand in der Hauptschule Nettersheim in Nachbarschaft zum Neubau des Holzkompetenzzentrums ein Holzhackschnitzel-Heizwerk, mit dem öffentliche Gebäude wie Kindergarten, Schwimm- und Sporthalle, das Jugendbegegnungszentrum, das Jugendgästehaus, das Naturschutzzentrum und das Holzkompetenzzentrum und bis zu 3 Baugebiete mit Wärmeenergie versorgt werden. Parallel wird das Projekt Holzenergiehof der Gemeinde Nettersheim begleitet.
Perspektiven
Holzverwendung und Holzabsatz werden regional gestärkt durch das Vernetzungskonzept. Produktverbesserungen können durch eine bessere vertikale und horizontale Integration aller Partner erreicht werden. Dies soll unterstützt werden durch die Gründung eines Trägervereines. Als Projektträger kann es dann auch aktiv beschäftigungswirksame Maßnahmen begleiten.
Durch die ständige, aktive Beteiligung der Landesforstverwaltung mit einem Mitarbeiter des Forstamtes Bad Münstereifel, kann die Arbeit effektiver und dauerhafter angelegt werden. Die finanzielle Verantwortung wird durch die Gründung des Trägervereines auf mehrere Schultern verteilt.
Autor: Josef Kröger
|
 |
 |
|
 |
|